Ölpreise geraten unter Druck - Hinweise auf Entspannung im Irak

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag zwischenzeitliche Gewinne wieder abgegeben und sind unter Druck geraten. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Abend 57,45 US-Dollar. Das waren 37 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November sank um 37 Cent auf 51,50 Dollar.

Die Kursrückgänge setzten am Nachmittag ein. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, der auf eine Entspannung im Irak-Konflikt hindeutet. Laut dem Fernsehsender Sky News Arabia hat sich die kurdische Peschmerga bereit erklärt, sich hinter die irakischen Grenzen von 2003 zurückzuziehen. Allerdings machte der Sender keine Angaben dazu, woher die Information stammt.

Im Tagesverlauf hatte der Irak-Konflikt wegen erwarteter Förderausfälle in der Region zunächst für Auftrieb bei den Ölpreisen gesorgt. Angesichts der militärischen Eskalation im Nordirak haben die USA und die Europäische Union an die Konfliktparteien appelliert, die Gewalt zu beenden und die Ruhe wiederherzustellen.

Einheiten der irakischen Armee waren am Montag in die strategisch wichtige Stadt Kirkuk im Norden des Landes eingerückt, deren Ölanlagen sich im kurdisch kontrollierten Gebiet des Irak befinden. Die Peschmerga-Kämpfer hätten zudem die Stadt Sindschar verlassen, hieß es aus kurdischen Militärkreisen. Dort sollten stattdessen irakische Milizen und andere regierungstreue Kräfte einrücken.