Ölpreise gefallen - US-Wahlausgang noch offen

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag merklich gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 39,81 US-Dollar. Das waren 1,11 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,23 Dollar auf 37,57 Dollar. Im Wochenverlauf haben die Ölpreise jedoch merklich zugelegt.

Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, sah zuletzt jedoch "noch kein Licht am Ende des Tunnels für den Ölpreis". Das Geschehen an den Märkten lasse viel Raum für Spekulationen und Interpretationen: Neben dem Für und Wider der potenziellen Ergebnisse der US-Wahl verweist der Experte hierbei auch auf die weiterhin düstere Nachfrage-Prognose wegen der Corona-Pandemie. Bei der Präsidentenwahl in den USA ist Joe Biden einem Wahlsieg näher gekommen. Dieser setzt eher auf alternative Energien.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreicht in vielen Ländern weltweit immer wieder Höchststände, so auch in den USA und Europa. Dies dürfte die wirtschaftliche Entwicklung belasten und die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Es bleibt abzuwarten, ob die in vielen Ländern Europas beschlossenen Beschränkungen des öffentlichen Lebens die Ausbreitung im Laufe des Monats eindämmen werden.