Ölpreise geben stark nach - Nachfragesorgen belasten

·Lesedauer: 1 Min.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag wegen der Sorge über einen Rückgang der Nachfrage stark gefallen. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent 62,02 US-Dollar. Das waren 2,60 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass amerikanisches Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,71 Dollar auf 58,85 Dollar.

Am Ölmarkt blicken die Anleger besorgt auf die jüngste Entwicklung der Corona-Krise. Neue Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie schürten die Angst vor einem Rückgang der Nachfrage nach Rohöl. So wurden Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung in Europa wieder eingeführt oder sogar ausgeweitet. Unter anderem hatte Deutschland in der vergangenen Nacht einen harten Lockdown über die Osterfeiertage beschlossen.

Mit einer trüben oder zumindest durchwachsenen Stimmung an den Finanzmärkten sind auch die Ölpreise im Handelsverlauf immer stärker unter Verkaufsdruck geraten. Außerdem legte der Kurs des US-Dollar im Handelsverlauf zu. Da Rohöl in der amerikanischen Währung gehandelt wird, verteuert ein Kursanstieg den Rohstoff und bremst so die Nachfrage.