Ölpreise geben nach - Schwache China-Daten belasten

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) -Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 84,77 US-Dollar. Das waren 1,14 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 1,04 Dollar auf 79,20 Dollar.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurden die Ölpreise zum Jahresauftakt durch die Sorge über eine sinkende Nachfrage in China belastet. Die Rohstoffbörsen in New York, London und Singapur sind erst am Dienstag in das Handelsjahr gestartet, nachdem sie am Montag wegen der Neujahrsfeiern geschlossen waren.

Am Morgen war bekannt geworden, dass sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie in China eingetrübt hat. Der am Dienstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) des chinesischen Wirtschaftsmagazins "Caixin" für die Industriebetriebe sank im Vergleich zum Vormonat von 49,4 auf 49,0 Punkte. Liegt der Index unter der Marke von 50 Punkten, wird von einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit ausgegangen.

Während in den vergangenen Monaten vor allem Lockdowns und die Unwägbarkeiten der strikten Null-Corona-Politik für die Wirtschaftsschwäche in China verantwortlich waren, wird die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt seit Dezember durch hohe Infektionszahlen belastet.