Ölpreise geben nach - Iran-Verhandlungen belasten

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag unter Druck geraten. Händler nannten die Möglichkeit von weniger Iran-Sanktionen als Belastungsfaktor. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,14 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 42 Cent auf 65,63 Dollar.

Ein großes Thema am Ölmarkt bleiben die laufenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Es geht um die Zukunft des Abkommens, das die USA unter der Präsidentschaft Donald Trumps verlassen hatten und Iran anschließend nur noch in Teilen erfüllt hat. Sollte das Abkommen wiederbelebt werden, könnte dies zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran und einem steigenden Ölangebot aus dem Opec-Land führen. Dieses Szenario belastet derzeit die Rohölpreise.

Die Experten der Commerzbank sind jedoch skeptisch, dass eine Einigung bevorsteht. Das Zeitfenster bis zu den iranischen Präsidentschaftswahlen im Juni erscheine zu knapp, heißt es in einem Kommentar vom Dienstag. Hintergrund ist, dass eine Einigung inmitten der Präsidentschaftswahlen schwierig sein dürfte und danach stark vom Ausgang der Wahl abhängt.

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