Ölpreise geben nach - IEA-Prognosen zur US-Förderung belasten

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag gesunken. Am Abend kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 68,40 US-Dollar. Das waren 90 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 87 Cent auf 63,08 Dollar.

Marktbeobachter begründeten den Preisdruck mit einer neuen Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) zur weiteren Entwicklung der Fördermenge. Laut dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht rechnen Experten des Interessenverbands mit einem "explosiven" Wachstum der amerikanischen Ölproduktion in diesem Jahr. Am Donnerstag hatte sich das Ölkartell Opec in seinem Monatsbericht ähnlich geäußert.

Außerdem wurden Daten des US-Energieministeriums vom Donnerstag als Grund für den Preisrückgang zum Wochenschluss genannt. Demnach ist die amerikanische Rohölförderung zuletzt wieder gestiegen und liegt knapp unter Rekordniveau. Fachleute gehen davon aus, dass die Ölproduktion bald die Grenze von 10 Millionen Fass pro Tag überschreiten wird.