Ölpreise geben nach - IEA-Aussagen belasten

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag gesunken und haben damit ihre Erholung der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 47,31 US-Dollar. Das waren 42 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung fiel um 35 Cent auf 45,14 Dollar.

Am Vormittag hätten Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA) die Ölpreise belastet, hieß es von Marktbeobachtern. In einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung räumten IEA-Experten ein, dass nach wie vor kein Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Handel mit Rohöl zu erkennen sei. Zuvor hatte sich die IEA noch zuversichtlicher zum Abbau des Überangebots geäußert.

Am Vortag hatte noch ein unerwartet starker Rückgang der Ölreserven in den USA den Ölpreisen Auftrieb verliehen. Am Dienstagabend hatte das private API-Institut und am Mittwochnachmittag die US-Regierung jeweils einen kräftigen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl gemeldet.