Ölpreise geben erneut nach

·Lesedauer: 1 Min.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch erneut nachgegeben. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,92 US-Dollar. Das waren 65 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 72 Cent auf 61,95 Dollar.

Wie bereits am Vortag wurden die Ölpreise auch durch die Entwicklung der Corona-Krise in Indien belastet, einem der größten Importeure von Rohöl weltweit. "Angesichts weiter stark steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus in großen Schwellenländern wie Indien wachsen die Nachfragesorgen", sagte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank. Im Kampf gegen die Pandemie würden immer mehr Regionen in Indien die Mobilität einschränken. "Diese Entwicklung dürfte nicht spurlos an der Kraftstoffnachfrage vorübergehen", sagte Weinberg.

Eine Belastung ging auch von neuen Lagerdaten aus den USA aus. In den USA sind die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Die Vorräte legten auf Wochensicht laut Energieministerium um 0,6 Millionen Barrel auf 493,0 Millionen Barrel zu. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang um 3,6 Millionen Barrel gerechnet.