Ölpreise geben deutlich nach

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch spürbar nachgegeben. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,45 US-Dollar. Das waren 95 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,14 Dollar auf 83,51 Dollar.

Marktbeobachter erklärten die Preisabschläge zum einen mit der eher trüben Stimmung an den Aktienmärkten. Diese habe andere riskantere Anlageklassen wie Rohstoffe mit nach unten gezogen. Hinzu kamen Öllagerdaten aus den USA: Das American Petroleum Institute (API) hatte einen deutlichen Anstieg der landesweiten Erdölbestände gemeldet. Am Nachmittag veröffentlicht das US-Energieministerium seine wöchentlichen Zahlen.

Trotz der Abschläge bewegen sich die Ölpreise immer noch in der Nähe ihrer unlängst markierten mehrjährigen Höchststände. Getrieben werden die Preise durch ein Gemisch aus konjunkturell bedingt hoher Nachfrage und einem knappen Angebot. Zudem sorgen hohe Gas- und Kohlepreise dafür, dass Erdöl als alternative Energiequelle genutzt wird. Das treibt die Preise zusätzlich.

In der kommenden Woche entscheidet der Ölverbund Opec+ über seine kurzfristige Förderpolitik. Aktuell gibt es keine Hinweise, dass die 23 Produktionsländer von ihrer bisherigen Linie abweichen. Seit Sommer erhöhen sie ihre Förderung um monatlich 400 000 Barrel. Experten erachten die Ausweitung angesichts der globalen Energieknappheit als zu gering.

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