Ölpreise geben nach

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Sie konnten damit vorerst nicht weiter an die Gewinne der Vorwoche anknüpfen, nachdem eine Allianz aus Opec-Ländern gemeinsam mit anderen Ölstaaten eine Begrenzung der Fördermenge verlängert hatte. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar 63,35 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Januar-Lieferung fiel um 53 Cent auf 57,83 Dollar.

Am vergangenen Donnerstag hatte ein Bündnis aus Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und anderen Förderländern eine Verlängerung des seit Jahresbeginn geltenden Produktionslimits beschlossen. Experten rechnen langfristig mit einer stützenden Wirkung am Ölmarkt, halten aber die Luft nach oben aufgrund der flexiblen Fracking-Förderung in den USA, die bei steigenden Preisen ausgeweitet werden kann, für begrenzt.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank sprechen jüngste Daten zur Anzahl der Bohrlöcher in den USA gegen einen Anstieg der Ölpreise. Nach Angaben des amerikanischen Ölausrüsters Baker Hughes vom Freitagabend hat sich die Anzahl der US-Bohrlöcher um zwei auf 749 erhöht. Dies ist der dritte Wochenanstieg in den vergangenen vier Wochen.