Ölpreise geben weiter nach - Überschwemmungen den USA belasten

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Damit setzten sich die tendenziellen Verluste am Ölmarkt seit Wochenbeginn fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 51,62 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 20 Cent auf 46,24 Dollar.

"Der zum Tropensturm abgestufte Hurrikan Harvey hält den Ölmarkt weiter in Atem", hieß es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank. Seit Montag belasten die Auswirkungen durch den Wirbelsturm die Ölpreise. Teile der Ölindustrie an der Südküste der USA sind durch Überschwemmungen ausgefallen. Analysten gehen davon aus, dass derzeit etwa 22 Prozent der Kapazität der Raffinerien in den USA nicht zur Verfügung stehe.

"Die fehlende Nachfrage der Raffinerien sorgt dafür, dass der WTI-Ölpreis zwischenzeitlich unter 46 Dollar je Barrel rutschte und die Preisdifferenz zwischen Brent- und US-Öl auf fast sechs Dollar je Barrel stieg", hieß es weiter bei der Commerzbank. Wegen der geringeren Rohölverarbeitung kommt es in den USA zu einem Rückgang der Nachfrage, der die Preise belastet.

Der Ausfall von Raffinerien in den USA sorgt aber gleichzeitig auch für ein geringeres Angebot an Benzin. Dies dürfte nach Einschätzung der Commerzbank-Experten "auf beiden Seiten des Atlantiks für kräftig steigende Benzinpreise sorgen".