Ölpreise fallen nach Viermonatshoch - Gewinnmitnahmen

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch einen Teil ihrer deutlichen Aufschläge vom Vortag abgegeben. Am Markt war die Rede von Gewinnmitnahmen. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,84 US-Dollar. Das waren 48 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 54 Cent auf 41,38 Dollar.

Am Dienstag hatten die Ölpreise den höchsten Stand seit etwa vier Monaten markiert. Marktbeobachter nannten mehrere Gründe für den Preisauftrieb, darunter die allgemein gute Stimmung an den Finanzmärkten. Am Mittwoch war die Aktienmarktstimmung dagegen trüber, was auch am Ölmarkt belastete.

Für fallende Ölnotierungen sorgten auch neue Lagerdaten aus den USA. Am Dienstagabend hatte das American Petroleum Institute (API) einen kräftigen Anstieg der Rohölvorräte gemeldet. Am Mittwochnachmittag folgen die wöchentlichen Daten des amerikanischen Energieministeriums.

Unterstützung erhielten die Ölpreise dagegen vom amerikanischen Dollar, der zuletzt spürbar nachgab. Da Erdöl international in der US-Währung gehandelt wird, profitieren Interessenten außerhalb des Dollarraums von einem sinkenden Wechselkurs. Sie müssen dann in ihrer Währung gerechnet weniger für Rohöl bezahlen. Das belebt die Nachfrage von dort.