Ölpreise fallen merklich

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag merklich gefallen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 110,51 US-Dollar. Das waren 1,91 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 2,17 Dollar auf 107,60 Dollar.

Die Ölmärkte reagierten kaum auf die Nachricht, dass die G7-Länder sich auf ein schrittweises Importverbot von russischem Rohöl geeinigt haben. "Diesen Schritt hatten die meisten G7-Länder ohnehin schon vollzogen", erklärte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. In der EU wird derzeit an einem entsprechenden Verbot gearbeitet, das jedoch in einzelnen Ländern auf Widerstand trifft. Für etwas Beruhigung sorgte offenbar die Rede von Kreml-Chef Wladimir Putin. So erklärte er der Ukraine nicht offiziell den Krieg und ordnete auch keine Generalmobilmachung an. Dies war von einigen Beobachtern befürchtet worden.

Fritsch verwies unterdessen auf die Entscheidung Saudi-Arabiens. Das wichtige Ölförderland hat seine offiziellen Verkaufspreise für Asien am Wochenende gesenkt. Belastung kommt am Ölmarkt vor allem aus China, da die Volksrepublik nach wie vor besonders strikt gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorgeht. Wochenlange Ausgangssperren in Millionen-Metropolen sorgen für eine erhebliche Belastung der Binnenkonjunktur. China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und einer der größten Ölnachfrager.

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