Ölpreise fallen - Mehr Bohrlöcher in den USA belasten

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag gesunken. Im Nachmittagshandel haben sie ihre Verluste aus dem frühen Handel ausgeweitet und konnten damit nicht an die Gewinne der Vorwoche anknüpfen, nachdem eine Allianz aus Opec- und anderen Ölstaaten eine Begrenzung der Fördermenge verlängert hatte.

Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar 62,88 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Januar-Lieferung fiel um 63 Cent auf 57,73 Dollar.

Am Ölmarkt gebe es die Sorge, dass die jüngsten Beschlüsse der Opec-Allianz zu einer Ausweitung der Fördermenge in den USA führen könnte, hieß es von Marktbeobachtern. Mit einem steigenden Ölpreis steigt tendenziell auch die Zahl der Förderanlagen in den Vereinigten Staaten. Nach Angaben des amerikanischen Ölausrüsters Baker Hughes vom Freitagabend hat sich die Anzahl der US-Bohrlöcher in der vergangenen Woche um zwei auf 749 erhöht. Dies ist der dritte Wochenanstieg in den vergangenen vier Wochen.

Am vergangenen Donnerstag hatte ein Bündnis aus Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und anderen Förderländern eine Verlängerung des seit Jahresbeginn geltenden Produktionslimits beschlossen. Mit der Maßnahme wollen die beteiligten Staaten die Ölpreise stützen.