Ölpreise erholen sich weiter - US-Lagerbestände stützen

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch an die Erholung vom Vortag angeknüpft und weiter zugelegt. Am frühen Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,13 US-Dollar. Das waren 61 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung stieg um 67 Cent auf 45,71 Dollar.

Ein laut dem privaten Institut API deutlicher Rückgang der US-Ölreserven gab den Preisen in der Nacht auf Mittwoch deutlichen Auftrieb. Die Rohöllagerbestände sind demnach in der vergangenen Woche um über acht Millionen Barrel gesunken und damit viel deutlicher als erwartet. Am Nachmittag steht die Veröffentlichung der offiziellen Daten der US-Regierung zu den amerikanischen Ölreserven auf dem Programm, die am Markt stark beachtet werden.

Dagegen konnte eine neue Prognose der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zur Entwicklung der Nachfrage nach Opec-Öl die Preise nicht nennenswert bewegen. Demnach pumpt das Kartell weiterhin zu viel Rohöl auf den Weltmarkt. Trotz der beschlossenen Kürzung der Fördermenge dürfte die Produktion auch im kommenden Jahr die Nachfrage nach Opec-Öl übertreffen, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Opec.