Ölpreise erholen sich leicht

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitagmorgen etwas von ihren zuletzt deutlichen Abschlägen erholt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 94,53 US-Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung stieg um 51 Cent auf 89,05 Dollar.

In dieser Woche sind die Ölpreise deutlich gefallen und haben mehrmonatige Tiefstände markiert. Gegenüber dem Jahresbeginn liegen die Preise zwar immer noch klar höher. Von ihren Höchstständen, die sie zu Beginn des Ukraine-Kriegs markiert haben, sind sie aber weit entfernt. Wesentlicher Grund sind Rezessionssorgen, die unter anderem auf die straffere Geldpolitik vieler Zentralbanken zurückgehen.

Von Entwarnung kann am Ölmarkt aber keine Rede sein. Das Angebot gilt weiterhin als knapp, nicht zuletzt aufgrund der scharfen Sanktionen überwiegend westlicher Länder gegen den großen Ölproduzenten Russland. In dieser Woche hat sich der mächtige Ölverbund Opec+ zwar zu einer leichten Anhebung seiner Förderung ab September entschlossen. Zugleich warnten die Förderländer aber vor geringen freien Kapazitäten.

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