Ölpreise drehen in die Verlustzone

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag anfängliche Gewinne nicht halten können und sind bis zum Mittag in die Verlustzone gedreht. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 102,44 US-Dollar. Das waren 1,44 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,60 auf 94,75 Dollar.

Belastung kam durch den steigenden US-Dollar zustande. Wechselkurseffekte spielen an den Rohstoffmärkten eine große Rolle, da sie Auswirkungen auf die Nachfrage haben. Steigt der Dollar, steigt auch der rechnerische Preis für Interessenten aus anderen Währungsräumen. Das dämpft häufig die Nachfrage und lässt die Erdölpreise fallen.

Die Rohölpreise bewegen sich allerdings nach wie vor auf hohem Niveau, auch wenn sie sich seit einiger Zeit schwertun mit der Richtungssuche. Deutlichen Preisanstiegen folgen oft relativ rasche Gegenbewegungen - und umgekehrt. Entsprechend groß sind zum Teil die Preisschwankungen am Markt.

Unter dem Strich haben die Rohölpreise in diesem Jahr deutlich zugelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von etwa 35 Prozent zu Buche. Hauptgründe sind der Krieg Russlands gegen die Ukraine und Sanktionen des Westens gegen Russland. Das Land ist einer der größten Ölförderer der Welt.

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