Ölpreise bleiben im Höhenflug - Höchster Stand seit Februar

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen und haben ihren jüngsten Höhenflug fortgesetzt. In der Spitze wurden die höchsten Preise seit fast einem Jahr erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete bis zu 56,75 Dollar und ein Fass US-Öl der Sorte WTI bis zu 53,26 Dollar. Das sind die jeweils höchsten Stände seit Februar 2020.

Nach den im europäischen Vormittagshandel erreichten Höchstständen fielen die Preise anschließend wieder leicht zurück. Nordsee-Öl wurde zuletzt mit 56,55 US-Dollar gehandelt. Das waren 89 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg noch um 81 Cent auf 53,06 Dollar.

Getrieben werden die Ölpreise nach wie vor durch die Hoffnung auf ein baldige und kräftige konjunkturelle Erholung. Die Corona-Beschränkungen in zahlreichen Industrieländern belasten zwar die aktuelle Stimmung. Der Fokus der Marktteilnehmer liegt jedoch auf der Entwicklung in der mittelfristigen Zukunft. In dieser Perspektive sorgt die Aussicht auf flächendeckende Impfungen und eine Besserung der wirtschaftlichen Lage für Aufhellung.

"Nach einer kurzen Verschnaufpause steigen die Ölpreise wieder", kommentierte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank das Handelsgeschehen. Er verwies auch auf die enorme konjunkturelle Unterstützung durch Staaten und Notenbanken, die am Ölmarkt ebenfalls für gute Stimmung sorge.