Ölpreis beruhigt sich wieder etwas

Nach dem gestrigen Jahreshöchststand sind die Ölpreise am Mittwoch wieder etwas gesunken. Ein Bombenanschlag in Libyen hatte eine wichtige Pipeline teilweise zerstört. Der Ölpreis stieg prompt auf ein Mehrjahreshoch.


Die Ölpreise sind am Mittwoch etwas gesunken. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung nach starken Gewinnen vom Vortag. Zuletzt kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Februar 66,63 US-Dollar. Das circa ein halber Dollar weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 24 Cent auf 59,73 Dollar.

Am Dienstag war der Ölpreis nach einem Bombenanschlag in Libyen stark gestiegen. Ein Barrel Brent kostete zeitweise bis zu 67,10 Dollar und erreichte er seinen höchsten Preis seit Mitte 2015. Die zerstörte Pipeline gehört Waha Oil, einer Tochterfirma der Nationalen Ölgesellschaft (NOC). Die NOC teilte mit, dass mit einem Produktionsausfall von 70.000 bis 100.000 Barrel pro Tag zu rechnen ist. Der Verkauf von Öl ist die Haupteinnahmequelle für das vom Bürgerkrieg zerrissene Libyen. Im Sommer war die Förderung mit mehr als einer Million Barrel pro Tag auf den höchsten Stand seit etwa vier Jahren angestiegen. Das Geschäft mit dem Rohstoff unterliegt dabei alleine der NOC. Auch deutsche Firmen fördern den Rohstoff in dem nordafrikanischen Staat.

Darüber hinaus haben sich wichtige Erdöl-Exporteure dazu verpflichtet, zur Stabilisierung der Preise ihre Förderung bis Ende 2018 zu drosseln. Vor diesem Hintergrund prognostiziert das US-Energieministerium für das erste Quartal des neuen Jahres eine Angebotslücke von 180.000 Barrel pro Tag.

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