Öl-Aktien: So würde ich nicht in Dividendenaktien investieren!

silhouette of working oil pumps on sunset background
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Ob Öl-Aktien ein guter Einstieg in das Thema Dividendenaktien sind, das muss jeder Investor für sich selbst entscheiden. Im Endeffekt funktioniert derzeit die Investitionsthese. Hohe Notierungen bei Brent und WTI führen dazu, dass die Konzerne sehr, sehr profitabel sind.

Trotzdem sehe ich einen Nachteil. Zumindest Investoren, die am Beginn sind, sollten sich sehr gut überlegen, ob Öl-Aktien der richtige erste Schritt sind.

Öl-Aktien: Dividendenaktien am Höhepunkt?

Im Endeffekt gibt es viele Thesen, wohin sich dieser Markt bewegt. Aber fest steht für mich: In irgendeiner Weise sind Öl-Aktien jetzt Dividendenaktien, die sich auf einem Höhepunkt befinden. Das bedeutet, dass die Notierungen von Brent und WTI derzeit historisch hoch sind. Natürlich ist höher möglich. Aber auch tiefer kann zumindest mittel- bis langfristig eine Folge sein. Der Markt ist schließlich zyklisch.

Das bedeutet für mich, dass man die Öl-Aktien in einer Phase kauft, in der es gut läuft. Natürlich kann das noch Jahre so weitergehen. Keine Frage: Das Setting innerhalb dieses Marktes ist, dass wir weniger Angebot als Nachfrage haben, mit kaum einer guten Lösung. Schließlich gibt es auch den Krieg in der Ukraine und eine OPEC, die am Limit produziert. Allerdings zeigt die Historie der vergangenen zehn Jahre, dass es eben auch stark schwankende Preisniveaus gibt. Wer heute entsprechend die Dividendenaktien kauft, der müsste damit leben, dass man sie hoch eingekauft hat.

Für mich gibt es zwar einen Spread zwischen den Notierungen von Brent und WTI und vielen Öl-Aktien. Das bedeutet, dass die Bewertungsniveaus noch nicht so teuer sind, wie sie angesichts von Ölpreisen um 100 US-Dollar je Fass sein könnten. Aber der springende Punkt ist: Auch das zeigt ein wenig die Skepsis des Marktes, was die grundsätzliche Zyklizität angeht.

Nicht schlecht, aber auch nicht gut …

Öl-Aktien sind ohne jeden Zweifel teilweise starke Dividendenaktien. Es gibt sogar Dividendenaristokraten in diesem Kreise. Das mag durchaus interessant sein. Aber der Markt besitzt eben seine Tücken und Fallstricken, grundsätzlich. Diese Aktien jetzt in einer Hochphase zu kaufen kann das Renditepotenzial limitieren.

Ob man diese These teilt, ist eine andere Frage. Bemerkenswert ist außerdem, dass selbst Warren Buffett selektiv in dieses Segment investiert. Ich bin jedenfalls ein wenig skeptischer aufgrund der Bewegungen in der Vergangenheit. Jetzt bei diesem Ölpreis sehe ich ein Top erreicht.

Der Artikel Öl-Aktien: So würde ich nicht in Dividendenaktien investieren! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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