Ärztin: Dieses Foto sollten alle kennen, die gegen Abtreibungen sind

Anna Rinderspacher
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Ärztin: Dieses Foto sollten alle kennen, die gegen Abtreibungen sind

* Das Werbeverbot fur Schwangerschaftsabbruche erhitzt derzeit die Gemuter im Bundestag
  • Das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche erhitzt derzeit die Gemüter im Bundestag
  • Jetzt zeigt eine Ärztin auf Twitter, wie wenig Abtreibungsgegner über Schwangerschaftsabbrüche wissen
  • Im Video oben: Werbeverbot für Abtreibungen – vor Groko-Start droht die Union der SPD vor Gericht zu ziehen

“Jetzt erst recht!”, dachte sich Kristina Hänel, nachdem das Urteil gesprochen war. Ein Gießener Gericht hat die Ärztin im November 2017 zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt, weil sie auf ihrer Webseite Abtreibungen anbietet. 

Durch den Rechtsspruch wurde die Gießenerin über Nacht zum Gesicht einer Protestbewegung, die fest entschlossen ist, den entsprechenden Passus, Paragraf 219a des Strafgesetzbuches, zu kippen. Dieser sieht Gefängnis- oder Geldstrafen vor, wenn Ärzte Dienste zur Abtreibung anbieten oder anpreisen. 

Viele Ärzte verzichten daher meist auf den bloßen Hinweis, dass sie Abtreibungen anbieten.

Ein Tweet nimmt Abtreibungsgegnern den Wind aus den Segeln

Immer wieder haben sich Abtreibungsgegner den Paragrafen zu Nutzen gemacht, um Kristina Hänel anzuzeigen. Doch die 61-Jährige lässt sich nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Ihre Verurteilung hat aus der zierlichen Frau mit der leisen Stimme eine unerschrockene Protestführerin gemacht. 

Unter anderem meldete sie sich auf Twitter an, um sich und ihrem Anliegen mehr Gehör zu verschaffen. Und um den emotionalen Appellen der Abtreibungsgegner Paroli zu bieten. 

“Niemand sieht mit bloßem Auge einen Embryo in der siebten Schwangerschaftswoche”, twittert Hänel am 12. März. Das Foto, das dem Tweet angehängt ist, zeigt eine feine weiße Masse, die leicht zu funkeln scheint – so sieht laut dem Tweet der Ärztin eine Fruchtblase in der siebten Schwangerschaftswoche aus.

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