Ärtepräsident mahnt Bürger bei Weihnachtsfeiern zu Vernunft

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Weihnachtsdekoration nahe des Brandenburger Tors in Berlin

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat zu Weihnachten an die Bundesbürger appelliert, ihre Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und die zulässigen Höchstgrenzen für Zusammenkünfte möglichst nicht auszureizen. "Ich appelliere noch einmal eindringlich an alle, sich gerade über die Feiertage vernünftig zu verhalten", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Eine dritte, noch stärkere Infektionswelle würde unser Gesundheitssystem überlasten."

Jeder einzelne könne dazu beitragen, eine neue Virus-Welle zu verhindern, sagte Reinhardt. Angesichts der hohen Infektionszahlen und der angespannten Lage in den Krankenhäusern solle sich "jeder kritisch fragen, ob er wirklich die gesetzlichen Höchstgrenzen für Zusammenkünfte ausreizen muss".

"Natürlich wollen wir alle Isolation und Einsamkeit vor allem von älteren Familienmitgliedern an den Festtagen vermeiden. Aber gerade diese Bevölkerungsgruppe ist ganz besonders von Corona bedroht", sagte der Ärztepräsident.

Auch der Chef des Verbandes der Intensivmediziner, Uwe Janssens, warnte vor einer möglichen dritten Corona-Infektionswelle im Januar, sollten die Bürger über Weihnachten ihre Kontakte nicht stark genug reduzieren. "Wir Intensivmediziner bitten die Leute dringend, an Weihnachten lieber nicht Oma und Opa zu besuchen, sondern wirklich zu Hause zu bleiben", sagte der Chef der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin der "Rheinischen Post". Nur "maximale Kontaktbeschränkungen" könnten eine dritte Welle des Coronavirus verhindern.

Grundsätzlich gilt während des derzeitigen harten Lockdowns für private Treffen weiter eine Obergrenze von fünf Menschen aus zwei Haushalten, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt werden. Für die Weihnachtsfeiertage gelten insgesamt leicht lockerere Regeln, die in den Bundesländern jedoch variieren.

dja