Ärger um Heckflosse: Teams sauer auf McLaren

McLaren zieht den Zorn der anderen Formel-1-Rennställe auf sich

Kaum ein Thema in der Formel 1 ist mehr umstritten als die "Haifischflosse": Nachdem die FIA zu Beginn der Saison versprochen hatte, dass die Heckfinne aus Ästhetik-Gründen 2018 abgeschafft wird, hatten die Teams es sich zwischendurch wieder anders überlegt.

Die riesigen Segel verschafften den Teams Sponsorenfläche, die durch die Einführung der größeren Startnummer seit dem Großen Preis von Spanien weggefallen waren, weshalb das Regelwerk für 2018 abgeändert werden sollte.

Dieses Vorhaben hat McLaren jedoch nun in der Strategiegruppen-Sitzung der Formel 1 torpediert. Der Rennstall von Teamchef Eric Boullier hat sich gegen die Beibehaltung der Segel auf der Motorabdeckung ausgesprochen.

McLaren zieht Zorn anderer Teams auf sich

McLaren wünscht sich eine kleinere Lösung als Kompromiss und zieht damit den Zorn der anderen Teams auf sich. Schließlich braucht es für die Regeländerung die Einstimmigkeit der Teams und die Konstruktion der 2018er-Modelle bereits auf Hochtouren läuft.

"Wir müssen bald eine Motorabdeckung präsentieren. Es wäre schön, wenn wir die Regeln kennen würden. Ich hatte gedacht, dass wir uns alle einig wären, sagte Force Indias Betriebsdirektor Otmar Szafnauer bei Motorsport.com.

Boullier versichert aber, dass es ihm keineswegs um Sabotage der anderen Teams ginge: "Wir spielen keine Spielchen. Jeder entwickelt sein eigenes Auto und wenn es um etwas geht, was in Konflikt mit unseren Interessen steht, werden wir uns nicht dafür aussprechen", sagte der Franzose.

McLaren will damit wohl einen besser sichtbaren Heckflügel für seinen Boliden durchdrücken. Somit könnte der aktuell nicht gerade mit Geldgebern gesegnete Traditionsrennstall einen Sponsoren darauf präsentieren.