Ärger mit den Grünen: Royaler Besuch: Müller lehnte Ramona Pop als Vertretung ab

Michael Müller, Herzogin Kate und Prinz William am Brandenburger Tor

Es war Chefsache: der Besuch von Prinz William und Herzogin Kate in Berlin. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) verkürzte deshalb extra seine Mongolei-Reise, um am Mittwoch rechtzeitig zurück in Berlin zu sein und mit den Royals das Brandenburger Tor zu besuchen. Denn das wissen auch Müller und die Senatskanzlei: Diese Bilder sind einmalig, sie werden in allen Medien, national und international, veröffentlicht.

So weit, so verständlich, denn so ist Politik. Doch weil es auf einem solchen Flug, zumal aus der Mongolei, ja immer zu Verspätungen kommen kann, sieht das Protokoll vor, dass ein Vertreter sich bereithält. Michael Müller, der Regierende Bürgermeister, hat zwei Vertreter: Bürgermeisterin Ramona Pop, die Wirtschaftssenatorin von den Grünen, und Bürgermeister Klaus Lederer, Kultursenator von der Linken. Die Protokollabteilung im Roten Rathaus schlug vor, dass Ramona Pop als Vertreterin in Bereitschaft sein sollte.

Statt Pop hielt sich Björn Böhning bereit

Das hätte diese auch gerne gemacht, doch damit war Michael Müller nicht einverstanden. Er verfügte, dass nicht Pop, sondern der Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning, sich bereithalten sollte. Bei den Grünen, die auf mehreren Wegen davon erfuhren, sorgte Müllers "Verfügung" für nachhaltige Irritationen. "Die SPD gönnt dem Koalitionspartner nichts, das hat mit Regieren auf Augenhöhe nichts zu tun", hieß es bei den Grünen.

Senatskanzleichef Böhning kam dann allerdings auch nicht in den Genuss, Prinz William und ...

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