Ärger über Video-Schiedsrichter in den Niederlanden

Kuriose Szenen in Holland: Feyenoord erhöht die Führung, doch der Referee entscheidet auf Elfmeter für Vitesse. Dem Videoschiedsrichter sei Dank.

In diesen Tagen wird viel über den Videoschiedsrichter diskutiert, nun bekommt dieses Thema neues Futter. Im holländischen Supercup zwischen Feyenoord Rotterdam und Vitesse Arnheim läuft die 55. Spielminute: Als Vitesse-Angreifer Tim Matavz im Strafraum gefoult wird, zeigt Schiedsrichter Danny Makkelie "Weiterspielen" an. Den anschließenden Konter verwertet Feyenoords Nicolai Jörgensen zum 2:0. Doch plötzlich signalisiert Makkelie mit seinen Händen einen Kasten: Videobeweis.

"Mein Assistent hat mir erst signalisiert, dass das Konter-Tor von Jörgensen Abseits war, also habe ich das zurückgenommen. In der Zwischenzeit hat mich der Videoschiedsrichter darauf hingewiesen, dass es in der Szene davor auf der anderen Seite einen Kontakt gab", beschrieb der Referee die Situation.

Nachdem er kurz das Videomaterial studiert hatte, entschied der Unparteiische auf Strafstoß für Vitesse. Diesen verwandelte Alexander Büttner zum 1:1.

Statt 2:0 plötzlich 1:1

Zwei Minuten dauerte es vom Tor von Jörgensen bis zum Elfmeter. Für Feyenoord-Verteidiger Kevin Diks war diese Situation schwierig: "Das war ein bisschen komisch. Das Spiel stand für eine Weile still, uns ist ein bisschen kalt geworden."

Doch auch der Schiedsrichter sah ein, dass die neue Technik noch Zeit brauche, um von den Fans akzeptiert zu werden: "Es ist schwierig, die Fans auf unsere Seite zu bekommen. Aber wenn solche Situationen häufiger auftreten, wird die Öffentlichkeit hoffentlich besser verstehen, wie das funktioniert.“

Trotz der großen Aufregung sicherte sich Feyenoord im Elfmeterschießen noch den Sieg und den ersten Titel der Saison.