Ägyptischer Ex-Regierungschef Schafik will doch nicht Präsident werden

Ex-Regierungschef Schafik im November

Der frühere ägyptische Regierungschef Ahmed Schafik will nun doch nicht bei der Präsidentschaftswahl in diesem Jahr kandidieren. "Ich habe mich entschieden, bei der Präsidentschaftswahl 2018 nicht anzutreten", erklärte Schafik am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Ihm sei klar geworden, dass er "nicht die beste Person" für das Amts des Staatschefs wäre.

Schafik hatte im November aus dem Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten seine Präsidentschaftskandidatur verkündet. Nach seiner Rückkehr nach Ägypten erklärte er aber Anfang Dezember, diesen Schritt noch einmal überdenken zu wollen. Am Sonntag erklärte Schafik dann, während seiner Zeit im Exil habe er die Entwicklung in seiner Heimat womöglich nicht ausreichend verfolgt und dabei "Fortschritte und Errungenschaften" nicht wahrgenommen.

Der pensionierte General hatte als letzter Ministerpräsident unter dem 2011 gestürzten Staatschef Husni Mubarak gedient. Ein Jahr später unterlag er bei der ersten freien Präsidentschaftswahl in Ägypten dem Islamisten Mohammed Mursi.

Schafik setzte sich daraufhin in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Ein Gericht in Kairo sprach ihn 2013 in Abwesenheit von Korruptionsvorwürfen frei.

Er hatte bislang als möglicherweise wichtigster Herausforderer des amtierenden Staatschefs Abdel Fattah al-Sisi gegolten. Es gilt als sicher, dass Sisi sich um eine Wiederwahl bewerben wird. Bis jetzt hat er dies aber noch nicht offiziell getan.