Ägyptische Sicherheitskräfte: 30 Extremisten auf der Sinai-Halbinsel getötet

Bei einem Angriff auf einen Konvoi der ägyptischen Sicherheitskräfte auf der Sinai-Halbinsel sind am Montag nach Angaben aus verschiedenen Quellen 18 Menschen getötet worden

Ägyptische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben bei einem Großeinsatz im Norden der Sinai-Halbinsel 30 Extremisten getötet. An dem mehrtägigen Einsatz seien die Armee, die Luftwaffe und die Polizei beteiligt gewesen, teilte das Militär am Samstag mit. Welche Gruppierung im Visier der Sicherheitskräfte war, ließ die Armee offen, die die Extremisten aber als "äußerst gefährlich" bezeichnete.

Bei dem Einsatz wurden den Angaben zufolge fünf Verdächtige festgenommen. Die Sicherheitskräfte verkündeten für das Gebiet an der Grenze zum Gazastreifen auch eine "verstärkte Belagerung". Betroffen waren die Stadt Al-Arisch sowie die Kommunen Scheich Suweid und Rafah.

Auf dem Sinai kämpft ein ägyptischer Zweig der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) seit Jahren gegen die ägyptischen Sicherheitskräfte. Dabei wurden bereits mehrere hundert Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet. Der IS bekannte sich auch dazu, einen russischen Airbus 321 gesprengt zu haben, bei dessen Absturz nach dem Start in Scharm el Scheich auf dem Sinai am 31. Oktober 2015 alle 224 Insassen ums Leben gekommen waren.