Ägypten öffnet Grenze zum Gazastreifen für drei Tage

Ägypten hat am Samstag nach monatelanger Blockade seine Grenze zum palästinensischen Gazastreifen wieder eröffnet

Ägypten hat am Samstag nach monatelanger Blockade seine Grenze zum palästinensischen Gazastreifen wieder eröffnet. Drei Tage lang soll die Grenze in Rafah solchen Bewohnern offenstehen, die aus anerkannten humanitären Gründen nach Ägypten wollen. Rund 20.000 Einwohner des isolierten Palästinensergebiets hatten sich beim ägyptischen Innenministerium um eine Erlaubnis zum Grenzübertritt beworben.

Die Öffnung der Grenze ist eine Geste Ägyptens vor dem für den 1. Dezember geplanten Inkrafttreten des Versöhnungsabkommen zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen. Die in Kairo unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass die im Westjordanland ansässige Palästinenserbehörde bis spätestens zum 1. Dezember die Kontrolle im Gazastreifen übernimmt, die in den vergangenen Jahren in den Händen der radikalislamischen Hamas gelegen hatte.

Ägypten hatte die Grenze zum Gazastreifen zuletzt im August kurzzeitig geöffnet. In den Jahren zuvor war sie zumeist geschlossen, weil Ägypten die Hamas isolieren wollte. Da auch Israel seine Grenze zum Gazastreifen geschlossen hält, saßen dessen Bewohner ohne Möglichkeit zur Ausreise fest.

Die Hamas und die Fatah standen sich jahrelang feindlich gegenüber. In bewaffneten Auseinandersetzungen setzte sich die Hamas 2007 im Gazastreifen gegen die Fatah durch und war seitdem dort an der Macht.